24. Mai 2014: Die Abfahrt

Die Abfahrtzeit von Stuttgart auf die wunderschöne Nordseeinsel Pellworm war auf 5:00 Uhr festgesetzt. Da wir vor dem eigentlichen Abfahrtzeitpunkt noch das Auto beladen mussten, trafen sich die ersten von uns bereits um 4:30 Uhr vor dem B-Gebäude der Robert-Bosch-Schule.  Hoch motiviert gingen wir an die Arbeit, sodass wir die geplante Abfahrtzeit einhalten konnten.

Die meiste Zeit lief die Fahrt ohne Probleme und wir brauchten auf der ganzen Strecke nur eine kleine Pause,  um uns etwas fisch zu machen und eine Kleinigkeit zu essen. Erst vor dem Elbtunnel kam es wegen eines Unfalls zu Verzögerungen. Leider standen wir dort so lange im Stau, dass wir den eigentlichen Fährtermin verpasst haben und erst gegen 18:30 Uhr nach Pellworm übersetzen konnten. Während der Fahrt mit der Fähre kühlte uns Nordseewindes auf See richtig schön von der langen und warmen Autofahrt ab.

Auf Pellworm angekommen, fuhren wir direkt zu unserer Unterkunft ins Freizeitheim Friolzheim. Dort wurden wir sehr freundlich von  allen begrüßt und konnten uns gleich bei einem sehr guten Abendbrot stärken.

Nach dem Abendessen zeigte Herr Walter uns die Insel, auf der er schon sehr oft selbst Urlaub gemacht hat. Danach waren wir uns alle ganz sicher, dass wir die Zeit auf Pellworm nicht mehr vergessen werden.

 

25. Mai: Der erste Tag auf der Insel

Heute durften wir nach der langen Anreise am Vortag so richtig ausschlafen, da es erst um 8:30 Uhr Frühstück gab.

Nachdem wir uns reichlich gestärkt hatten, unternahmen wir bei strahlend blauem Himmel eine Erkundungstour der Insel mit dem Fahrrad. So fuhren wir bspw. mit dem Fahrrad einen großen Abschnitt des Deiches ab. Bei unserer Deichtour beobachteten uns einige der vielen Schafen, die es auf der Insel gibt. Fast hätten wir Florian mitten auf dem Deich zurücklassen müssen, da ein Schaf kurz davor war, sein Rad zu klauen.

Am Nachmittag unternahmen wir alle gemeinsam eine Wattwanderung zu der Hallig Süderoog. Auf der Wanderung über den Meeresgrund konnten wir ganz unterschiedliche Tiere sehen, wie bspw. Muscheln und Schnecken. Bernd hat sogar mit einem Krebs gekämpft, den Herr Walter gefunden hat. Auf der Hallig bekam wir zum Glück Kartoffelsuppe, Kuchen sowie reichlich Kaffee und Kakao; so eine Wattwanderung ist nämlich ganz schön anstrengend und die frische Seeluft macht hungrig.

Nach dem Abendessen fielen wir, von den ganzen neuen Erfahrungen müde, ins Bett. Es war ein richtig schöner Tag, den wir alle so schnell nicht vergessen werden.

 

26. Mai: Zweiter Tag  - Die Arbeit kann beginnen

Heute haben wir gleich nach dem Frühstück mit unseren Arbeiten begonnen. Damit alle Arbeiten zügig erledigt werden, wurden wir in Teams eingeteilt. Matthias und Florian waren für die ersten Montagearbeiten der Sitzgelegenheiten zuständig. Christian, Bernd und ich (Kay) begannen mit dem Bau des Zaunes rund um einen kleinen Teich. Dazu mussten wir zunächst alle Pfosten in einem gleichmäßigen Abstand in den Boden stecke und diese dann bis zu einer gewissen Tiefe einschlagen.

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Schiff zu einer Sandbank, die sich ganz in der Nähe von Pellworm befindet. Auf dem Weg dorthin haben wir viele Robben gesehen. Mir hat am besten gefallen, dass wir auf der Sandbank nach Bernstein suchen durften. Leider habe ich nur kleine Steinchen gefunden.

 

Dritter Tag – Ein Tag voller Arbeit

Heute drehte sich alles um das Thema Arbeit, denn wir wollten möglichst viel geschafft bekommen. Direkt nach dem Frühstück haben wir daher die Arbeit aufgenommen. Zuerst stellten wir den Zaun vollständig fertig, dann montierten wir ein neues Schloss an das zum Zaun gehörende Gartentor. Anschließend

machten wir uns alle gemeinsam an die weitere Montage der Sitzgelegenheiten. Eine Sitzgelegenheit konnten wir bis zum Feierabend sogar fast fertigstellen.

Zu unseren täglichen Arbeiten im Freizeitheim gehört übrigens auch das Abspülen nach dem Mittagessen. Das macht zwar nicht so viel Spaß wie die Montagearbeiten mit Herrn Walter, wird von uns aber selbstverständlich auch erledigt.

Am Nachmittag machte Herr Walter mit uns eine Spritztour in die Stadt. Dort hatten wir dann endlich Gelegenheit mal so richtig shoppen zu gehen.

 

Vierter Tag – Arbeit trotz erschwerter Bedingungen

Schon kurz nach dem Aufstehen merkten wir, dass es im Vergleich zu den Vortagen draußen sehr stark windete und deutlich kälter war. Trotzdem gingen wir sofort nach dem Frühstück an die Arbeit, denn auch heute hatten wir viel zu tun. Bevor wir nämlich die Sitzgelegenheiten aufstellen konnten, mussten wir den Boden ebnen und Steinplatten verlegen. Zudem mussten wir zwei kaputte Eingangstüren reparieren und die Grünanlage in Ordnung bringen. Zwischen den ganzen Blumen wächst nämlich wilder Rhabarber, der sich gar nicht so leicht aus dem Blumenbeet entfernen lässt. Und Kuchen kann man daraus aus nicht machen.

Da das Wetter den ganzen Tag schlecht blieb, besichtigten wir am Nachmittag eine Wattenschutzstation. Dort war es windstill und war. 

 

Fünfter Tag – Endlich Freizeit

Da heute ein Feiertag war, hatten wir den ganzen Tag Zeit, um endlich mal das zu tun, worauf wir schon die ganze Woche Lust hatten. Nach dem Frühstück haben wir erstmal noch von den Strapazen der letzten Tage erholt. Gleich nach dem Mittagessen sind wir mit den Fahrrädern ins Schwimmbad gefahren und haben dort den Nachmittag verbracht.

Zum Glück gab es ein sehr leckeres Abendesse, sonst wären einige von uns noch verhungert. Radfahren und Schwimmen machen nämlich wirklich hungrig.

Obwohl wir sehr müde waren, haben wir nach dem Abendessen noch einen kleinen Ausflug zu einem Seezeichen unternommen. Von der Küste aus sind wir zum Seezeichen gelaufen und konnten sogar hinaufsteigen. Oben hatten wir eine wunderschöne Aussicht über einen Teil der Insel und das Watt.

In einer Strandbar haben wir den Abend dann ausklingen lassen.