Unsere Woche in Villefranche

 

Unsere Schule verbindet Deutschland und Frankreich schon eine lange Zeit, wie das Projekt Lycée Louis-Armand - RBS zeigt. Auch dieses Jahr gab es wieder einen Austausch mit den französischen Schülern und wir waren life dabei!

Zunächst haben uns die Franzosen in Deutschland besucht. Gemeinsam wurde ein Wasserspiel geplant und mit kleineren und größeren Strapazen innerhalb von 3 Tagen war dieses erstellt worden. Alles lief perfekt und die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert. Zum Abschluss dieser Woche machten wir gemeinsam eine Besichtigung bei der Bodensee-Wasserversorgung.

Einige Monate später war es dann endlich soweit: Mit Kleinbussen, inklusive Wasserspiel, Gepäck, drei Lehrern und einem Dutzend Schülern sind wir an einem Sonntagvormittag nach Frankreich gedüst und haben den Abend in Lyon ausklingen lassen. Am nächsten Morgen ging es in die Schule, in der wir vom Schulleiter mit „süßen Madeleines“ und „saftigem Orangensaft“ begrüßt wurden. Die kulinarischen Höhen (und sehr viele Tiefen) der Schule haben uns mittags und abends stets durch die Woche begleitet. Nach einer kurzen Schulführung und einer Einweisung in die bereits bekannten UVV begann für uns der eigentliche, interessante Teil unseres Projekts: Im Physik- und Technikunterricht erarbeiteten wir uns die Grundlagen der Schweißtechniken, CAD-Zeichnungen und Mechanik.

Unsere harte Arbeit wurde jedoch bereits am Dienstagabend durch eine Weinprobe eines Lehrers belohnt. Auf seinem Weingut waren wir herzlich willkommen. Nach einer Führung und einer Präsentation zur Herstellung von Wein durften wir auch ein paar Schlücke probieren. Die Qualität wurde durch einige Weinkäufe bestätigt. Unsere Freizeit verbrachten wir mit Stadtbesichtigungen, Kartenspielen und entspannenden Begegnungen am See. Weitere Highlights unserer Fahrt war der Besuch eines Automuseums in Rochetaillée und einer Tour zur Bürgermeisterin, der wir unser Projekt präsentierten und übergaben.

Viel zu schnell ging die Woche vorüber und wir mussten schon wieder zurück an unsere geliebte Schule. 

Abschließend ist zu sagen, dass wir uns bei der Fahrt nach Frankreich kaum gekannt haben, bei der Heimfahrt jedoch gute Freunde geworden sind und immer noch gegenseitigen Kontakt haben, auch zu Franzosen. Hierbei wird der Erfolg des Projekts besonders deutlich. 

LINA UND MARIUS

Französisch-deutsches Projekt 2016: Wasserspiel und Beetbewässerung

In der ersten Hälfte des Jahres 2016 fand zum neunten Mal ein gemeinsames Projekt der RBS mit dem LLA (Lycée Louis Armand) in Villefranche und Stuttgart statt. Wie in den letzten Jahren auch wurden regenerative Energien in das Projekt integriert.
Bei beiden Projektparteien handelt es sich um berufliche Schulen mit metalltechnischen Abteilungen. Beteiligt waren insgesamt 29 Schüler, 15 aus Frankreich und 14 aus Deutschland. Diesesmal waren Schüler aus den Klassen der ein- und zweijährigen Berufsfachschule, der Fahrzeugtechnik und des Technischen Berufskollegs dabei.
Das Thema war dieses Mal „Des enfants agitent de l’eau“ also „Kinder bewegen Wasser“. Wir bauten ein photovoltaisch angetriebenes Wasserspiel und begannen mit einer von einem Fahrrad angetriebenen Pumpe zur Bewässerung von Beeten. Ein Kinderfahrrad wird auf einem Gestell montiert, eine an unserer französischen Partnerschule hergestellte Flügelzellpumpe soll mit dem Hinterrad verbunden werden, so dass die Kinder durch Fahrradfahren Schulbeete bewässern können. Das Wasserspiel kann dann ebenfalls an der Flügelzellpumpe betrieben werden.
Das Wasserspiel wurde an der RBS konzipiert und umgesetzt. Dabei bemerkten wir, wie schwierig es ist, so ein bewegtes Wasserspiel, bei dem sich die Becher entleeren und darunterliegende Becher füllen sollten, zu bauen. In der theoretischen Vorbereitung hatten wir die Komplexität unterschätzt. Es ist ein fein abgestimmtes Wechselspiel von Drehmoment, Schwerpunkt und Reibung. Sukzessive näherten wir uns dem Erfolg zuerst durch Versuche mit Yoghurtbechern, dann durch den Einsatz von Metallbechern, weiterhin durch Anbringen von Tariergewichten an den Bechern und schließlich durch die Berücksichtigung der unterschätzten „Wurfweite“ bei der Becherentleerung. Arbeitsaufträge gab es jeweils in deutsch und französisch.
Unter anderem sorgte an der RBS eine Klasse der Sonderberufsschule für unser leibliches Wohl, in dem sie uns in die Aula ein leckeres, selbstzubereitetes Mittagessen lieferten.
Am LLA in Frankreich wurde die Pumpe gebaut, sie war schon fertig, als wir in Frankreich ankamen. Ihre Funktion wurde getestet. Es gab Unterricht in CAD und CAM, damit wir nachvollziehen konnten, wie die Pumpe gefertigt wurde. Ebenso erhielten wir Grundlagenunterricht. Da nur wenige von uns schon geschweißt hatten, erhielten sie Schweißunterricht. Einige drückten sich: zu schwierig? Des Weiteren wurden Teile durch Plasmaschneiden hergestellt und wir durften sie zu einem Stifthalter biegen.