Rückblick

Dieses Jahr haben wir die Wasserräder von letztem Jahr gemessen, nachdem wir uns im letzten Jahr mit der Messung etwas übernommen hatten. Damals hatten wir nur eine etwas notdürftige Messung der Drehzahl aller Räder im unterschlächtigen Betrieb in einem sanften Gerinne der Eselsmühle unternommen, nachdem unser mit 230V betriebenes Leistungsmessgerät während des Projekts ausgefallen war. Die für einen oberschlächtigen Betrieb konstruierten, aufwendigeren Räder wurden dabei deutlich unter Wert verkauft.  Dieses Jahr gingen wir die Sache professioneller an.

Konzept

Erklärtes Ziel war es, die Messung der Leistung vorzunehmen. Dazu wollten wir zum einen ein ohne Strom betriebenes Leistungsmessgerät selbst bauen und zum anderen den Bach an der Eselsmühle ausreichend aufstauen und eine Gerinne für eine unterschlächtige und eine oberschlächtige Messung bauen.

Durchführung

Zuerst wurden an der LLA in Frankreich Schülerexperimenten zur Leistungsmessung (Drehmoment, Drehzahl, Last) durchgeführt, allerdings verlangten die Messgeräte noch eine Stromversorgung. Dann überlegten wir uns ein geeignetes Messprinzip für den Bachlauf an der Eselsmühle in Deutschland. Wir entschieden uns für die Scheibenbremse eines Fahrrads als Last und für einen Hebel mit Gewicht oder Federspannung, den wir durch das Wasserrad in die Waagrechte bringen wollten, als Drehmomentmesser. Die Drehzahl wollten wir mit einer Stoppuhr und einer Markierung auf den Wasserrädern messen.

In den Werkstätten in Deutschland erweiterten wir die gekaufte Fahrradbremse um einen Mechanismus zur Feineinstellung und Fixierung der Bremskraft, so dass der Hebel mit dem Gewicht fein dosiert in die Horizontale gebracht werden konnte. Es wurde ein Gerinne (so nennt man den Zulauf zum Wasserrad) aus Blech gebaut, das auf dem unebenen Bachgrund einen sicheren Stand für das Gestell der Wasserräder bot. Es war in der Höhe verstellbar, so dass ein Wasserzulauf zu den Rädern von unten und oben möglich wurde. Das Gestell von letztem Jahr zur Aufnahme der Räder wurde so modifiziert, dass die Bremsscheibe mit dem Hebel angebracht werden konnte.

Bei der Messung an der Eselsmühle nutzten wir ein vorhandenes Wehr, das wir aber mit Sandsäcken so aufstauten, dass das meiste Wasser auch dem Gerinne zugeführt wurde. Die 6 Wasserräder liefen bis auf zwei (so schief gebaut, dass es schleifte) sehr gut.

Rahmenprogramm

In Frankreich hatten wir eine Altstadtfürhung in Lyon, besuchten ein Miniaturmuseum und einen aluminiumverarbeitenden Betrieb, machten Gesellschaftspiele mit den Franzosen und auch für das freie Ausschwärmen in Lyon blieb Zeit.

In Deutschland besuchten wir ein Wasserkraftwerk in Nürtingen, das Daimler-Museum und das deutsch-französische Institut. Es fand ein deutsch-französisches Fußballspiel und ein gemeinsames Grillen statt.

Wie jedes Jahr wäre das Projekt ohne die Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks nicht möglich gewesen. 

Sonderpreis für unser Projekt

Für dieses Wasserkraftprojekt erhielten wir im Rahmen des LESS (Lukratives Energiesparen an Stuttgarter Schulen)-Programms der Stadt Stuttgart einen Sonderpreis für die "Förderung von Umweltbewusstsein und grenzübergreifenden Freundschaften".  

Links

Projekt Energie und Umwelt an der RBS

Messergebnis der Wasserräder

Bild1,Bild2, Bild3, Bild4, Bild5

Agenda für D

Agenda für F